Ausgangslage

In den fast 150 Jahren seit seiner ersten offiziellen Entdeckung im Jahre 1875 erlebte das Hölloch eine bewegte Forschungs- und Tourismusgeschichte. Tausende von Archivbildern und unzählige Forscherberichte sind Zeugen dieser spannenden Entwicklung. Dieses, in vielen Kisten und Schachteln verpackte Wissen, wartet darauf, aufgearbeitet und in ansprechender Form einer breiten Öffentlichkeit präsentiert zu werden.
Hölloch_Eventlocation

Projekt

Mit dem neuen Besucherzentrum – am Standort des heutigen, baufälligen Wärterhauses – wollen wir das Wissen über das einmalige geologische Naturwunder Hölloch – eines der grössten Höhlensysteme der Welt mit über 207 km vermessenen Gängen an einem zentralen Ort präsentieren.

 

Im neuen Besucherzentrum werden viele Themen wie z.B. Mensch und Höhle, Klima und Vegetation vor den Eiszeiten, Karstlandschaft mit grösstem Fichtenurwald des Alpenraumes, geologische Zusammenhänge und Abläufe oder Wetterentwicklung sowie die Tourismusgeschichte spannend und inspirierend dargestellt.

Gleichzeitig wollen wir eine zeitgemässe Infrastruktur für Büro, Empfang, Lager und Garderoben schaffen, um alle Hölloch-Aktivitäten von der Reservation bis zur Verabschiedung optimal durchführen zu können.

Ausstellungskonzept

Das neue Besucherzentrum ist das Eingangsportal zum Hölloch. Es bietet den Besuchern und Besucherinnen einen perfekten Rahmen, um die Einzigartigkeit dieses Naturwunders zu begreifen. Die geführten Erkundungen in der einzigartigen Höhle zusammen mit einer interaktiven Ausstellung machen den Besuch zu einem beindruckenden Erlebnis.

Begegnungort

Das Erdgeschoss ist Treffpunkt und Begegnungsort. Am Welcome Desk werden die Besucher begrüsst und über das bevorstehende Höhlenerlebnis informiert. Die Wetterstation bietet jederzeit einen aktuellen Blick auf die genauen Wasserstände. Auf einem dreidimensionalen Querschnittmodell, welches den vorderen Teil der Höhle abbildet, sind die buchbaren Touren leicht verständlich dargestellt. Mit Bildern, kurzen Texten und Hörstationen wird die reichhaltige Pioniergeschichte spannend vermittelt. In der gemütlichen Lounge – wo sich auch eine Bibliothek mit weiterführender Literatur befindet – trifft man sich vor oder nach einer Führung bei einem Kaffee zum Erfahrungsaustausch.

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Lernort

Das Obergeschoss ist aufgeteilt in das Forum und den Activity-Bereich. Hier sind die Vermittlung und die wissenschaftliche Aufarbeitung des Höllochs und all seiner unterschiedlichen Aspekte angesiedelt. Dieser Bereich entsteht in enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Höllochforschung AGH. An einem interaktiven 3D-Modell können die Besucher virtuell in die Weiten des Höllochs vorstossen. Im Forum werden zu Beginn einer Führung ein kurzer Film über die Entstehungsgeschichte des Höllochs gezeigt.

Im Activity Bereich hat es verschiedene Elemente zu den Themen Hydrologie, Speleologie, Höllochgeschichte und Vermessungsparcours, die selbstständig oder in der Gruppe erarbeitet werden können. Beim Kriechparcours kann getestet werden, wo man noch hindurchpass oder eben nicht.

Das Forum dient ebenfalls als Lernbereich der Hölloch-Akademie, wo für Gruppen, Schulklassen und Firmen verschiedene Workshops angeboten werden.  

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Arbeitsort

Für eine erfolgreiche Befahrung des Höllochs braucht es eine sorgfältige Vorbereitung. Diese erfolgt im Untergeschoss, wo sich der Ausrüstungsraum mit Helmen, LED-Lampen, Overalls, Gummistiefeln und Klettergurten befindet. Dazu gibt es eine Garderobe, Toiletten und Waschgelegenheiten. Das abarbeiten einer Checkliste sowie Infos zur Sicherheit und Höhlenrettung runden die Instruktion ab und sind gleichzeitig Startzeichen zum bevorstehenden Abenteuer.

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Projektteam/Trägerschaft

  • Trekking Team AG, Projektleitung: Peter Draganits, Marcel Murri
  • Arbeitsgemeinschaft Höllochforschung AGH, Arbeitsgruppe History, Speleologie, Activity: Gregor Bättig, Jürg Pulver, Regula Höhn, Sabrina Honegger, Roman Schelbert, Aline Wildberger, Jean Godat u.a.
  • Felix Ziegler (Hydrologie, Wetterstationen): Felix Ziegler
  • Didaktik: Thomas Arbenz, Sonja Ulber
  • Höhlenforscher: Gerhard Amacher, Hans Moor, Marcel Rota, Kay Braun u.a.m.

Betreibergesellschaft/Trägerschaft:

Trekking Team AG / Peter Draganits, Weggis

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Helfen Sie mit – jeder Beitrag ist willkommen!

Um das Projekt mit Gesamtkosten von 2.1 Mio. Franken realisieren zu können sind neben privaten Mitteln auch eine Unterstützung der öffentlichen Hand, Institutionen, Sponsoren und weiteren Sympathisanten erforderlich. Mit Ihrem Beitrag helfen Sie mit, dass umfangreiche Wissen und Forschungsmaterial über das Hölloch öffentlich zugänglich und verständlich erlebbar zu machen. 

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